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Donnerstag, 6. Oktober 2005

Zisterne

Mit Silvan morgens zur alten Zisterne: Yerebatan Sarayi "Versunkener Palast" (Cisterna Basilica). Dort wurde übrigens eine Szene aus James Bonds "Liebesgrüße aus Moskau" gedreht. Bereits im 4. Jh wurde diese erste Zisterne durch Justinian angelegt. Circa 200 Jahre später musste sie repariert und beträchtlich erweitert werden.

Die Zisterne ist rund 140 Meter lang und circa 70 Meter breit, genauer: 138 x 64,5 m. Das Deckengewölbe wird von 336 in zwölf Reihen angeordneten und 8 Meter hohen Säulen getragen. Durch die gesamte Zisterne sind Holzstege gebaut, so dass man bequem alles betrachten kann. In den Wasserläufen tummeln sich Karpfen in allen Größen, die hungrig die Besucher betrachten.
Die Illumination ist klasse, es wird klassische Musik gespielt und wenn man sich noch länger dort aufhalten möchte, kann man sich noch nach dem Rundgang in ein Café setzen.

Medusa

Medusa 2

Am hinteren Ende der Zisterne findet man die beiden Medusenhäupter. Laut Baedeker ist es unklar, warum das eine gekippt und das andere kopfüber verwendet wurde.

Ich vermute mal, dass der Baumeister einem im Tee - entschuldigung - natürlich einen im Cai hatte.

Medusenhäupter

Danach noch einmal über den Basar geschlendert. Ein Backgammon (Tavla) und Gewürze gekauft. Kurkuma und Curry, jeweils ein halbes Kilo Curry. Abladen der Souvenirs im Hotel.

Ein paar Basarbilder: Basar

Mittagessen im bekannten Restaurant nebenan, heute etwas verbrannt. Wahrscheinlich ist der Koch während Ramadan nicht besonders gut drauf. Kebab mit Auberginen war zwar reichlich, aber ungenießbar. Und noch einmal runter zum Hafen gelaufen

Fährenhopping

Fährenhopping gestartet. Wir hatten einfach nur Lust, von Fähre zu Fähre zu springen, relativ egal, wo sie hinfährt. So haben wir 2 x Europa-Asien in 10 Minuten geschafft. In Besiktas ausgestiegen, spazieren gegangen. Wollten dann eigentlich noch den Dolmabahce Palast besichtigen – leider ist dieser montags und donnerstags geschlossen.

Zu den Fotos: Fährenhopping

Letzter Abend

Zurück ins Hotel, umziehen für den Abend. Ist die Woche wirklich schon vorbei? Treffen um 19:00 im Dromedar mit d-nu und Gabi. Nochmal auf das Ramadan-Fest. Viel gefuttert, Cai getrunken und wieder gefuttert. Das ganze Fest erinnert an eine Mischung aus Oktoberfest, Karneval und Rummel. Der türkische Vizeminister war als VIP-Gast vor Ort.

Später im Dromedar, letzter Absacker und Verabschiedung von Hosi. Und auf einmal furchtbar müde. Auf dem kurzen Heimweg auf die Frage „May I ask you a question?“ leider mit „Yes“ geantwortet. „What do you think it’s the best thing in Turkey?“ Richtige Antwort ist „Hospitality”. Daraufhin wurden wir vom Teppichhändler eine halbe Stunde umtüddelt. Pech für ihn, dass wir weder Teppiche, noch Tischdecken mögen. Pech für mich, dass wir auf höfliche Art und Weise nicht wieder aus dem Laden rauskamen. Nachdem wir einen kleinen Keramikaschenbecher für 3,50 TYL gekauft haben, durften wir aber gehen.
Im Hotel den Shuttlebus für den nächsten Tag bestellt und endlich geschlafen.